Reisebrief vom 29. Juni 2025
Schleusen sind kein lästiges Hindernis. Sie können selbst zu einem besonderen Erlebnis auf dem Törn werden.


Finowkanal oder Oder-Havel-Kanal
Auf dem Finowkanal geht es in elf Schleusenkammern lebhaft zu. Entlang der Ufer des mehr als 400 Jahre alten Kanals liegen reizvolle Wohngrundstücke. Wer keine kleine Expedition unternehmen möchte, fährt parallel auf dem Oder-Havel-Kanal.


Durch Sachsen nach Böhmen
Das Sperrwerk Schreckenstein bei Střekov trägt Sie aus dem Elbtal hinauf nach Böhmen. Von dort fahren Sie wie auf einer Seenkette durch sechs weitere Schleusen in Richtung Moldau. Das Mauerwerk besteht häufig aus schönen Natursteinen. Bis Prag sind es noch etwa 90 Kilometer.


Die Beschilderung verdient Aufmerksamkeit, besonders an Stellen mit großen Höhenunterschieden.


Von der Oder an die Weichsel
Dann geht es wieder tief hinein in die Natur: von der Oder über Warthe und Netze sowie den Bromberger Kanal an die Weichsel. Die seit rund 250 Jahren befahrbare Wasserstraße besitzt noch immer Schleusen aus der Zeit Friedrichs des Großen.


Mancherorts lässt sich sogar in einer Schleuse übernachten – ganz allein und in aller Ruhe.


Eine Leine kann genügen
Auf dem Deck eines Motorkatamarans steht reichlich Platz zur Verfügung. Bei übersichtlichen Bedingungen genügt häufig eine Leine. Moderne Schleusen verfügen zudem über Poller, die sich mit dem Wasserstand auf- und abwärts bewegen.

Ein leichtes Boot mit sehr geringem Tiefgang erreicht Reviere, die anderen Booten unzugänglich bleiben.
