Reisebrief vom 28. September 2025
Auf der Suche nach einer geeigneten Werft für Neuland 37 führte eine Reise in den asiatischen Teil Istanbuls.

Schiffbau im Istanbuler Stadtteil Tuzla
Tuzla ist ein Zentrum des türkischen Schiffbaus. Große und kleine Werften arbeiten dort dicht an dicht an ihren Projekten. Die Anreise führt über den früheren Flughafen; von dort ist der Stadtteil mit Metro und Bus gut erreichbar.

Zwei Familienbetriebe im Vergleich
Die erste besuchte Werft wird seit drei Generationen von einer Familie geführt. Mit großer Sorgfalt und viel Leidenschaft entsteht dort eine Motoryacht. Gemeinsam wurde geprüft, ob der Betrieb bereit und in der Lage wäre, den sehr leichten Entwurf von Neuland 37 zu fertigen.

Der zweite Besuch galt einem Familienbetrieb, der unter einfacheren Bedingungen damit beginnt, Motoryachten im Vakuuminfusionsverfahren zu bauen.

Eine Stadt von ungewohnten Dimensionen
Die Fahrt zur Werft führte stundenlang auf breiten Straßen durch die riesige Stadt mit rund 18 Millionen Einwohnern und über eine der neuen Brücken über den Bosporus. Solche Dimensionen sind mit deutschen Städten kaum vergleichbar.

Qualität und Erfahrung entscheiden
Beide besuchten Betriebe vermittelten den Eindruck, sich um eine hohe Fertigungsqualität zu bemühen. Das erforderliche Wissen und die praktische Erfahrung waren vorhanden. Diese Möglichkeiten wurden anschließend mit weiteren Werftangeboten verglichen.

Auch der hiesige Bootsmarkt blieb im Blick. Weder unter den Einrumpfyachten noch unter den Motorkatamaranen fanden sich damals Boote, die sehr flache Gewässer befahren und zugleich in der kühlen Jahreszeit ein behagliches Ambiente bieten. Auch der Gebrauchtmarkt bot keine passende Lösung, obwohl manche klassischen Innenausbauten mit viel Holz beeindruckten.